Egal was ich tue oder sage, immer ist alles falsch! Achtung Alarmzeichen!

Für dieses Phänomen hat sich der Begriff Zwickmühle eingebürgert. Man befindet sich in der Zwickmühle, weil man es in den Augen des Partners immer falsch macht. Man kann die Zwickmühle auch mit den Worten: -Tust du es, ist es falsch, tust du es nicht, ist es auch falsch.- beschreiben. Zwickmühle ist ein gravierendes Alarmzeichen, dass sich negative Bilder vom Anderen schon festgesetzt haben. Hier sollte dringend gegengesteuert werden.

In der klassischen Form der Zwickmühle erwarten Sie, dass Ihr Partner etwas für Sie tut, aber Sie sagen es ihr/ihm nicht (Kommunikationsmuster Schweigen). Prompt macht sie/er es natürlich auch nicht (woher soll sie/er denn wissen, dass Sie etwas erwarten, wenn Sie es ihr/ihm nicht mitteilen), und schon haben Sie einen Beweis für ihre/seine Gemeinheit. Nun können Sie sie/ihn z.B. als lieblos oder rücksichtslos verurteilen. Weil sie/er Ihre Erwartungen nicht erfüllt hat, können Sie später (bei passender Gelegenheit) Ihrem Partner ihr/sein Verbrechen unter die Nase reiben. Wenn sie/er dann die gewünschte Sache erledigt, sagen Sie ihr/ihm, dass sie/er das jetzt nur macht, weil Sie es ihr/ihm gesagt haben, daher ist es nichts wert. Bestens, jetzt hat sie/er zwar gemacht was sie wollten, es war aber trotzdem falsch, weil sie/er es nur gemacht hat, weil Sie es ihm vorher sagten. Wieder ist der Beweis für die Gemeinheit des anderen erbracht.

Zwickmühle als Urteilsschleife

Erkennen Sie diese Zwickmühlen, die Sie Ihrem Partner immer wieder zumuten! Zwickmühle ist eine perfekte Methode, die zu selbsterfüllenden Prophezeiungen führt. Mit der Zwickmühle bestätigen Sie immer wieder schon gefasste Urteile über Ihren Partner.

Auf diese Art wird die Zwickmühle zur perfekten Urteilsschleife. Sie bestätigen damit quasi gebetsmühlenartig immer wieder die schon gefassten Urteile über Ihren Partner. Wenn Sie Ihren Partner für gefühllos halten, dann brauchen Sie ihr/ihm nur nicht mitteilen wie es Ihnen geht, oder dass Sie Hilfe bräuchten und schon haben Sie die Bestätigung, dass Ihr Partner gefühllos ist. Diese Methode funktioniert mit allen Urteilen, die Sie sich über Ihren Partner gebildet haben. Egal ob Sie sie/ihn für rücksichtslos, kalt, gemein, unordentlich, unaufmerksam, egoistisch, rachsüchtig, herrschsüchtig, faul, kompromisslos, usw, usw, halten.

Was tun bei Zwickmühle

Wenn Sie bei sich selbst entdecken, dass Sie Zwickmühle spielen, dann halten Sie einen Moment inne und fragen sich fogendes:

Was brauche ich in diesem Moment? Die Antwort auf diese Frage sollten Sie Ihrem Partner mitteilen. Wenn es Ihnen schwer fällt dies Ihrem Partner zu sagen, dann stellen Sie sich Ihren Partner für einen Moment so vor, wie Sie sie/ihn kennen gelernt haben. Stellen Sie sich vor, was Sie an ihm/ihr schätzen und lieben, malen Sie sich ein Bild von der wunderbaren, verständnisvollen Person, die Ihr Partner ist. Dies gibt Ihnen dann meist den Mut, dass Sie Ihr momentanes Bedürfnis aussprechen können, dann können Sie z.B. sagen: Ich fühle mich einsam, ich brauche eine Umarmung. Ich fühle mich verunsichert, ich brauche ein Kompliment. Ich fühle mich ohnmächtig, ich brauche Hilfe usw. usw.

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Kontakt

Mag. Hermann Oberdanner
Eingetragener Mediator
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